DIE HAUSHALTUNG GOTTES
BAND 1

Die Urgeschichte der Menschheit

- Kapitel 34 -


   
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Da der Herr allzeit mehr gibt, als es dem Menschen nötig wäre, zu erhalten sein Leben, so sollet ihr aber deswegen doch nicht unmäßig sein in jeglichem Genusse, sondern nach dem Willen Gottes eurer Gesundheit wegen mäßig in allem, was ihr tut und genießet; denn so spricht der Herr: ,Gesegnet sei ein gerechtes Maß und ein gerechtes Ziel; das Unmaß doch sei verflucht und verdammt die ziellosen Wege, und auf ihnen wandle nur die Hurerei und Unzucht und finde da die Nacht des Verderbens und des ewigen Todes!` Darum sammelt den Überfluß des Segens, und errichtet überall Vorratshäuser, jedoch nicht nach der Art Hanochs aus Steinen, sondern aus Holz. Da stecket vier fein behauene Stämme in die Erde, so daß sie zwei Mannshöhen gut in einem Vierecke über den Boden emporragen. Auf dieselben leget eben auch vier Querbäume nach euch schon bekannter baulicher Art. Machet dann ein Halbdach darüber, und decket es mit Rohr und Gras. Zwischen den vier Holzpfeilern, aus der Erde ragend, machet eben auch aus Rohr geflochtene Wände, lasset aber in einer jeden Wand eine Öffnung, viermal so groß als ein Mannskopf, und von der Morgengegend her auch eine Türe, jedoch ohne ein Gitter, damit jeder nach Bedürfnis freien Eintritt habe. Innerlich aber schlaget bis zur Hälfte eines solchen Vorratshauses mehrere kleine Pfähle in die Erde, etwa eine halbe Mannslänge über den Boden hervorstehend. Darüber befestiget dünnere Bälkchen; leget dann darüber ebenfalls Rohrflechten, um so auf dieselben dann die Segensüberfülle für eure Brüder und auch für euch zu legen. In die andere Hälfte aber sammelt und leget dürrgewordenes, langes Gras kniehoch über die Erde als eine Ruhestätte, damit ihr auf derselben die Nacht hindurch schlafet und eure müde gewordenen Glieder ausrastet und erlabet die Eingeweide.
 
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Bevor Ich euch noch in dieser Meiner Haushaltung weiterführen werde, will Ich euch kurz etwas bezüglich Meines Engels sagen, - namentlich aber denjenigen, welche fast in jeder Zeile einen sogenannten Grammatikalanstand genommen haben der Welt wegen. Da ihr Herz dabei nicht schalkhaft ist, so sollen sie, wo Mein schwacher Geheimschreiber Meines neuen Wortes irgendein N-Strichel zu viel oder zu wenig gemacht hat zufolge einer in ihm schon alten, unaufmerksamen Gewohnheit, es nach ihrer Einsicht ergänzen, so auch das Unorthographische und die I-Tüpfel; aber wer es da wagen würde, auch nur ein Wort zu versetzen oder einen besseren Reim zu suchen oder irgendeinen abgängigen Fuß unnotwendig zu suchen, den werde Ich mit ärgerlichen Augen ansehen. Suchet nicht das Wort im Sinne, sondern den Sinn im Worte, wollt ihr zur Wahrheit gelangen; denn im Geiste ist die Wahrheit, aber nicht in der Wahrheit der Geist, was unmöglich sein könnte, da der Geist frei ist und jeder Regel vorrangig, Wahrheit aus sich schöpfen lassend. Da ihr das schon sogar von euren Genies sagt, warum sehet ihr hernach Meinen Geist mit gar kritischen Augen an, als wenn euch ein Schulknabe irgendein schlechtes Pensum gegeben hätte zur Korrektion?! - Daher, so jemand glaubt, Ich tauge mit dem Kleide nicht in die Welt, der behalte Mich daheim; es wird aber jedem verdienstlicher sein, Meiner Schrift eine aus ihr entnommene Regel hinzuzufügen als eine Weltkritik, - denn viel seliger ist Geben als Nehmen! Dieses verstehet wohl! Amen.