DIE HAUSHALTUNG GOTTES
BAND 1

Die Urgeschichte der Menschheit

- Kapitel 38 -


   
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Damit ihr aber doch sehet, wie dieses möglich war, so will Ich euch eine kleine Beschreibung ihrer Gestalt hinzufügen. Es ist diese Naehme dieselbe Gestalt, welche sich in das graualte, schwarze Heidentum als die Gemahlin eines Schmiedes und Götzin der Schönheit unter dem besonderen Namen ,Venus` verlor. Seit Sahra und Rachael hat körperlich nie eine so schöne Gestalt die Erde betreten als die der Naehme. Ihre Größe betrug fünf Schuh nach eurem Maße. Ihr Haar war schwärzer denn eine Kohle. Ihre Stirn war weiß wie ein frischgefallener Schnee, gegen die Augen ganz sanft gerötet. Die Augen waren groß und vollkommen himmelblau, der Stern feurigschwarz, die Augenlider frisch und sanft, so auch die dunklen Brauen. Die Nase war gerade und verlor sich in sanfte, weiche Enden, unter denen die zwei Mündungen durch ihre sanft gerundete Form einen lieblichen Anblick gewährten. Der Mund war gerade von der Größe eines Auges, und seine sanft erhobenen Lippen brachten jede Rose zum Schweigen. Ihre Wangen, in der schönsten, heiter lächelnden, gerechten, Form, waren mit aller Rosen zartestem und sanftestem Rot leise angehaucht, und ihre Farbe glich einer mit Schnee bedeckten Rose, da der Schnee gleichsam den letzten Liebesstrahl dieser Königsblume bis zu seiner glanzweißen Oberfläche schimmern läßt. So auch war ihr Kinn, wie keines mehr in irdischer Form. Ihr Hals war weder zu lang noch zu kurz, sondern ganz gerecht, glatt und rund, ohne auch nur den allergeringsten Makel. Der Anfang der Brust unterschied sich vom Halse nur durch eine sanft-üppige, rasche Erhebung, so die Schultern und so der Nacken, jedes gerecht nach dem besten Verhältnisse. Der Busen sah mehr einer ätherischen, weißweichen Lebenserhöhung ähnlich als irgend etwas Fleischlichem, an deren erhabenst üppig sanfter Rundung zwei heitere, junge Rosen zu knospen schienen. Ihre Arme waren so voll, weich und sanft, daß ihr euch davon auch nicht den allerleisesten Begriff machen könnet; denn solche Arme kommen nur im Himmel vor. Und in diesem schönsten Verhältnisse war auch ihr ganzer Leib überzogen mit dem Glanzweiß des Schnees in ätherischer Sanftheit und Weiche.
 
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