DIE HAUSHALTUNG GOTTES
BAND 1

Die Urgeschichte der Menschheit

- Kapitel 46 -


   
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,,O Väter! Die große Gnade Gottes, unseres allerheiligsten Vaters, ist unter uns gekommen wie ein kühlender Hauch, dem fernen Morgen entschwebend. Ja, der heilige, ewige Vater ist unter uns! Du, Erzvater Adam, wirst vielleicht sagen: Henoch, höre, das kann nicht sein; denn der Herr hat zu mir geredet: ,Sehen wirst und sollst du Mich nicht mehr, sondern Ich werde einen Engel setzen, daß er dich führe, leite und prüfe bis zur Zeit Meines Wohlgefallens!` Allein, Vater Adam, so aber jemand unter den Menschen hätte ein schwaches Weib, die da an einem heiteren Morgen getrübt hätte das liebefrohe Angesicht ihres sie tief liebenden Gatten, da sie ihm nicht folgen wollte ins Gemach, auf daß sie empfange den Segen von Gott, nachdem die Sonne aufgehe und segne die Erde aus Gott mit den hellen Strahlen der Barmliebe Gottes! Wenn nun der Gatte solchen Ungehorsam in der Liebe gewahr wird, da wird er sagen: Weib, was soll ich mit dir, da du verabscheust die Gnade und Kraft Gottes in mir und überhebst dich wider den Segen Gottes?! Siehe, um der Heiligkeit Gottes in meiner Kraft zu genügen, sei du verlassen von mir, und dich soll nicht eher ein Segen berühren, als bis dich die Sonne siebentausendmal angesehen hat und dich allezeit hat waschend getroffen in den Tränen deiner Reue! Alsdann will ich an meiner Statt jemanden senden, daß er dich segne in meinem Namen; und so du dich erst erneuen wirst, will ich wiederkommen und von ferne dich ansehen, ob du würdig geworden bist, daß ich dich anrühre mit meiner segnenden Kraft. Meine Erinnerung wird dich umgeben, und auf deinem Acker sollen wachsen Dornen und Disteln; aber der Same, aus dem da werden möchte ein Sprosse aus Gott, soll entrückt sein derzeit deinen Eingeweiden!
 
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