DIE HAUSHALTUNG GOTTES
BAND 1

Die Urgeschichte der Menschheit

- Kapitel 96 -


   
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Sehet an den Halm, an dem die frucht- und lebensschwere Ähre sich jubelnd wiegt, aus wieviel tausend und tausend Röhrchen er besteht, durch die die Ähre lauter Nahrung aus dem Schoße der Erde saugt! Sehet an die langen hängenden Blätter am Halme, wie schön und überaus zweckmäßig sie gebildet und versehen sind mit zahllosen kleinspitzigen Ausläufern, um durch dieselben aufzunehmen die Kost des Himmels, auf daß dadurch die aus der Erde selbst lebendig werden möchte! Sehet an die bräunlichen Ringe am Halme, die da gemacht sind, daß, je nachdem das Leben der neuen Frucht sich mehr und mehr erhoben und sich frei gemacht hat aus dem Schlamme des Todes der Erde, sich fürs erste das reine Leben verwahre vor unreinen Nachstellungen aus der Schlammtiefe und fürs zweite es sich die der Erde entnommene Nahrung verfeinere und veredle und vollkommen vermische zum Leben mit der allein belebenden Kost aus den Himmeln! Sehet an die vielen langen, spitzenübersäten sogenannten Gräten, wie sie sich alle sorgsam dem Lichte zuwenden, um die reine Gnadenkost von Gottes Sonne lüstern in sich zu saugen, auf daß die in neuen Hülschen eingeschlossene Frucht des Lebens von keiner andern Kost mehr genährt werden möchte denn allein von der der Gnade aus der Sonne! Sehet an die bald darauf folgende fleißig sich schwingelnde Blüte, die da reichlich versehen ist mit der aus den höchsten Himmeln gereichten Mannakost, die da wie ein feiner Tau anzusehen ist und der Frucht das eigentlichste sich fortpflanzende ewige Leben gibt! Sehet, wie alsdann, wenn solches alles vor sich gegangen ist, alles der Erde Entnommene des Halmes zu welken anfängt und gewisserart stirbt; aber je mehr das Irdische abstirbt, desto mehr festet sich und freiet sich das Leben in der ebenfalls sterbenden Ähre und in deren sterbenden Hülschen!
 
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